Prof. Dr. Herbert Günther

Prof. Dr. Herbert Günther

Einige Daten zum persönlichen und beruflichen Werdegang.

Bundeswehr

  • 1969 – 1971 Zeitsoldat bei der Bundeswehr im Fernmeldeverbindungsbataillon 960 der General-Delius-Kaserne in Mayen; letzter Dienstgrad: Leutnant

Wissenschaftliche Ausbildung

  • 1971-1974 Lehramt an Grund- und Hauptschulen: Studium an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes in Saarbrücken mit den Fächern Didaktik der Primarstufe, Geschichte und Politikwissenschaft
  • 1975 – 1977 Lehramt an Sonderschulen: Studium an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Mainz mit den Fachrichtungen Sprachbehindertenpädagogik und Lernbehindertenpädagogik
  • 1981-1984 Magister Artium, M.A.: Studium an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken mit den Fächern Erziehungswissenschaft, Sprachwissenschaft, Psychologie und Politikwissenschaft
  • 1985-1988: Promotionsstudiengang an den Universitäten Frankfurt und Würzburg in den Fachrichtungen Erziehungswissenschaft, Sprachwissenschaft und Neuropsychologie
  • 1988 Promotion zum Doktor der Philosophie mit dem Thema:
„Dysfunktionen auditiver Wahrnehmung und Störungen der Sprachentwicklung. Eine empirische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung auditiver Funktionen sprachentwicklungsgestörter Kinder“
  • 1990-1994: Habilitation an der Universität zu Köln mit dem Thema „Integration sprachbehinderter Schüler in die Regelschule“
  • 1994 Habilitation Verleihung der Lehrbefugnis venia legendi mit dem Thema: „Integration sprachbehinderter Schüler in die Regelschule. Eine empirische Untersuchung zur schulischen Integration in der Einschätzung und Beurteilung durch Sprachheilpädagogen in der Bundesrepublik Deutschland“
  • Privatdozent an der Universität zu Köln
  • Umhabilitation und Privatdozent an der Universität Koblenz-Landau

Beruflicher Werdegang

  • 1974: Einstellung in den saarländischen Schuldienst als Grund- und Hauptschullehrer
  • 1978: Ernennung zum Sonderschullehrer
  • 1978 Sprachtherapeut und Mitarbeiter der Beratungsstelle für Sprachheilbehandlung in Saarbrücken mit dem Schwerpunkt der Diagnostik von Sprache- und Sprechstörungen
  • 1990: Ernennung zum Fachleiter für Integration am Staatlichen Studienseminar für Grund- und Hauptschullehrer in Saarbrücken
  • 1991: Wechsel an die Universität Koblenz-Landau, Abteilung Landau, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter als Studienrat im Hochschuldienst
  • 1993: Ernennung zum Oberstudienrat im Hochschuldienst
  • 1997 Vertretungsprofessur Grundschulbildung (C 4) an der Universität in Würzburg
  • 1998 Vertretungsprofessur Grundschulbildung ( C 4) an der Universität in Leipzig
  • 2001 Ernennung zum Akademischer Direktor
  • 2003 Außerplanmäßiger (apl.) Professor an der Universität Koblenz-Landau
  • 2008 Leitender Ministerialrat und Abteilungsleiter für Allgemein bildende Schulen im Bildungsministerium des Saarlandes
  • 2009 Leitender Ministerialrat und Abteilungsleiter im Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes
  • 2012 Leitender Ministerialrat und Abteilungsleiter im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes der Abteilung „Integration, Frauen, Familienförderung und Landesjugendamt“
  • ab. 1. Dezember 2013 im Ruhestand Leitender Ministerialrat a.D.
  • Außerplanmäßiger Universitätsprofessor; Leitender Ministerialrat a.D., Magister Artium, Buchautor, Fortbildner, Referent, Lehrbeauftragter an der Universität Koblenz-Landau, Campuas Landau, Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter

Hochschullehre

  • 1991 bis 2008 Lehre im Bereich der universitären Lehrerausbildung, der Grund- und Hauptschullehrer, der Sonderschullehrer, der Diplom-Pädagogen, Diplom-Psychologen und Doktoranden an der Universität Koblenz-Landau
  • Kolloquien für Examenskandidaten, Doktorandenkolloquium und Masterstudiengang
  • Seit 2008 Lehrbeauftragter an den Universitäten Koblenz-Landau und Köln im Bereich der Erziehungswissenschaften bzw. der Lehrerausbildung
  • Betreuung von Masterarbeiten im Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter

Forschungsschwerpunkte

  • Auditive Wahrnehmung

Zusammenhang von (auditiven)  Wahrnehmungsprozessen und Sprache im Rahmen des kindlichen Spracherwerbs – empirische Studie in mehreren Bundesländern bei vierjährigen Kindern; Beispiel: Dysfunktionen auditiver Wahrnehmungen und Störungen der Sprachentwicklung; Sprache hören – Sprache verstehen; Entwicklung eines Screening-Verfahrens (1985 – 1988).

  • Integration

Integration behinderter Kinder und Jugendliche in die Regelschule – Inklusion: Schwerpunkt: Integration sprachbehinderter Kinder in die Regelschule – bundesweite Studie; Beispiel: Integration sprachbehinderter Schüler in die Regelschule (1988 – 1994)

  • Lese-Rechtschreibschwäche

Wechselwirkungen von Sprache (Sprechsprache, Mündlichkeit) und Schrift (Schriftsprache, Schriftlichkeit) bei Sprachstörungen und Leserechtschreibschwierigkeiten (Legasthenie) – Wirkungen und Effekte; Beispiel: Schriftspracherwerb und LRS (1999 – 2006)

  • Hörtraining

„AUDIVA: Hören und Bewegen – Durchführung und Evaluation des Hörtrainings“- Konzept zum Hörtraining für Kinder und Erwachsene, welches die auditive Wahrnehmung fördern soll. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das tägliche Hören von klassischer Musik und Sprache  insgesamt ruhiger, aufmerksamer und dadurch leistungsfähiger werden für den Erwerb der Schriftsprache. Dabei wurden zwei Schwerpunkte in der Intervention gesetzt: das Hochton-Training und das Lateral-Training. Durch diese Förderung soll das Gehirn in seiner Funktionsweise und Leistungsfähigkeit angeregt und eine verstärkte Anregung der Hörbahnen erfolgen. Die Studie wurde in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland geplant und in den Jahren 2006 und 2007 an verschiedenen Grundschulen durchgeführt (2005 – 2008).

  • Hände können sprechen

Die jahrelangen Beobachtungen mit der Fitness-Probe und die damit gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass das Handposter ein wichtiges diagnostisches Instrumentarium darstellt und für den förderdiagnostischen Einsatz noch gezielter verwendet werden kann. Hieraus entstand die Idee „Hände können sprechen“. Dieses Konzept bietet die Möglichkeit, anhand des Handposters eine erste Einordnung (Grobscreening) hinsichtlich des Entwicklungsstandes eines 5-7-jährigen Kindes in verschiedenen Entwicklungsbereichen wie Wahrnehmung, Motorik und Sprache vorzunehmen. Zusätzlich werden für diese Bereiche Fördermöglichkeiten aufgezeigt und beschrieben (2005 – 2008).

  • Didaktisches Material zur Brandschutzerziehung

Materialien zur Brandschutzerziehung für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter in Zusammenarbeit mit dem Regional-Feuerwehrverband Vorderpfalz : Planung, wissenschaftliche Begleitung und Abschlussbericht „Fit für Feuergefahr – Flammy, Marco und das Feuer“ – Unterrichtsmaterialien, Kopiervorlagen und Feuerwehrmappe mit CD

  • Orientierungsrahmen für die Ausbildung

Identifikation, Prävention, Intervention und Rehabilitation bei sprachlichen Störungen in vorschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen – Entwicklung von Konzepten und Programmen; Beispiel:  Individuelle Sprachförderung – Orientierungsrahmen für Ausbildung Studium und Praxis (2007 – 2010)

  • Sprache und Integration

Integration und Migration im Kontext von Spracherwerb und Sprachstörungen; individuelle Spracherwerbsgeschichten – Berücksichtigung der Lebenslaufperspektive sowie persönlicher Lebensgeschichten; Beispiel: Sprache als Schlüssel zur Integration (2009 – 2011)

Autor

  • Autor zahlreicher Zeitschriftenartikel in Fachzeitschriften der Pädagogik und Psychologie
  • Herausgeber von Büchern bzw. Handbüchern beim Klett-Verlag und Schneider Verlag Hohengehren
  • Autor von über 20 Fachbüchern und Monografien, die im Beltz Verlag in Weinheim und bei Kohlhammer in Stuttgart erschienen sind.
  • Autor von Sportbüchern und Bildbänden wie: „Der Aufstieg“ (1996/97) und „Wir sind Meister“ (1997/98) für den 1. FC Kaiserslautern, Autobiografie von Andreas Brehme „Das war`s Freunde) (1998) und eine Bildband über „100 Jahre 1. FC Saarbrücken“ (2003)

Außenrepräsentanz

  • Teilnahme und umfangreiche Referenten- und Vortragstätigkeit auf internationalen und nationalen Fortbildungsveranstaltungen und, Kongressen im Bereich der Erziehungswissenschaften und Pädagogischen Psychologie (1977 – heute)
  • Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik des Saarlandes (1991 bis 1994)
  • Tätigkeit in nationalen wie internationalen Gremien - Bundesbeauftragter des Verbandes Legasthenie und Dyskalkulie und Vertreter der Bundesrepublik Deutschland als Board Member in der Europäischen Gesellschaft European Dyslexia Association (EDA) in Brüssel (1996 – 2000)
  • Einladung an die University of Oxford zum Oxford Round Table (2006 und 2011)